Wann beginnt die Erdbeersaison in Österreich?
In Österreich beginnt die Erdbeeren-Selbstpflücke zuerst im Osten, in Wien, Niederösterreich und im Burgenland sowie in den Tieflagen, meist Mitte bis Ende Mai, mit Tunnel- und Frühsorten oft schon davor. In Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark kommt die Saison meist Ende Mai oder Anfang Juni in Schwung, in den Alpentälern Tirols, Kärntens und Salzburgs häufig erst im Juni. Die Hauptsaison zieht sich bis Anfang Juli, remontierende, also mehrmals tragende Sorten verlängern das Angebot bei einzelnen Betrieben bis in den Herbst. Die genauen Daten hängen jedes Jahr stark von der Witterung ab, deshalb lohnt es sich, kurz vor der Fahrt die Angaben des jeweiligen Betriebs zu prüfen.
Saisonstart und -ende nach Region
| Region | Übliche Periode |
|---|---|
| Mit Tunnel und Frühsorten | teils schon vor Mitte Mai |
| Wien, Niederösterreich, Burgenland und Tieflagen | Mitte bis Ende Mai |
| Oberösterreich, Salzburg, Steiermark | Ende Mai bis Anfang Juni |
| Alpentäler (Tirol, Kärnten, Salzburg) | häufig erst im Juni |
| Hauptsaison | bis Anfang Juli |
| Remontierende Sorten (einzelne Betriebe) | bis in den Herbst |
Tunnelanlagen erwärmen sich im Frühling schneller als das freie Feld, deshalb reifen Tunnel-Erdbeeren meist ein bis zwei Wochen vor den Freiland-Erdbeeren. Viele Betriebe bieten deshalb in derselben Saison beides an, Tunnelware zuerst und Freilandware etwas später. Auf einzelnen Betrieben verlängern remontierende Sorten die Pflücksaison zusätzlich bis in den Herbst.
So unterscheidet sich die Saison je nach Bundesland
Im Osten, in Wien, Niederösterreich und im Burgenland sowie in den Tieflagen, startet die Ernte am frühesten, dank des milderen Klimas in tieferen Lagen. Auch in den flacheren Teilen Oberösterreichs und der Steiermark setzt die Saison meist in einem ähnlichen Zeitfenster ein. Je höher und je weiter man Richtung Alpentäler in Tirol, Kärnten oder Salzburg kommt, desto später beginnt die Saison, und das Zeitfenster für die Selbstpflücke fällt dort meist kürzer aus.
Eine österreichische Besonderheit sind die sogenannten Erdbeerländer: Ein Betrieb bewirtschaftet dabei oft mehrere Felder an verschiedenen Standorten. In unserer Übersicht führen wir dafür einen eigenen Eintrag pro Feld, und jede Feldseite zeigt tagesaktuell, ob gerade geöffnet oder geschlossen ist.
Preise auf einen Blick
Die Betriebe in unserer Übersicht nannten für die Saison 2026 Selbstpflückpreise zwischen rund € 4,20 und € 7,40 pro Kilo, die meisten um € 5 bis € 6; Bio-Felder liegen am oberen Ende. Details zu den einzelnen Betrieben finden Sie in der Übersicht Saison und Preise.
Wettereinfluss
Ein kühler Frühling oder späte Nachtfröste können den Saisonstart um ein bis zwei Wochen nach hinten verschieben und die Erntemenge auf einzelnen Feldern verringern. Ein warmer, früher Frühling kann die Öffnung dagegen vorziehen. Auch große Hitze wirkt sich aus: Hitzewellen im Frühsommer lassen einzelne Felder öfter vorzeitig schließen, weil die Beeren rasch überreif werden oder bereits abgeerntet sind. Auch nach Regen bleibt ein Feld oft für ein bis zwei Tage geschlossen. Weil die Reife vom tatsächlichen Wetter abhängt, geben die meisten Betriebe das Öffnungsdatum erst wenige Tage im Voraus bekannt, meist auf der eigenen Website oder auf Facebook und Instagram.
Vor der Fahrt zum Selberpflücken
- Prüfen Sie Datum und Öffnungszeiten direkt beim Betrieb, am besten am Tag des geplanten Besuchs.
- Bringen Sie eigene Gefäße und ein Zahlungsmittel mit; das Vorgehen ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich (mehr dazu unter Saison und Preise).
- Rechnen Sie damit, dass sich der Betrieb nach der Reife richtet: Ein Feld kann für ein bis zwei Tage schließen, während die nächste Fuhre Beeren nachreift.
- Manche Betriebe informieren zusätzlich über eine telefonische Auskunft.
Selberpflücken finden
Eine aktuelle Übersicht über Betriebe mit Preisen und Kontaktangaben finden Sie auf der Karte aller Höfe mit dem Button “Höfe in meiner Nähe”, sowie in der Übersicht Saison und Preise.
Kurz zusammengefasst
Wer möglichst früh dran sein will, achtet im Osten und in den Tieflagen ab Mitte Mai auf Tunnel- und Frühsorten. Wer lieber im Hochsommer plant, findet in den Alpentälern und bei remontierenden Sorten auch im Juli, August und teils bis in den Herbst noch offene Felder. In jedem Fall gilt: Die Natur bestimmt das Tempo, nicht der Kalender, deshalb lohnt sich der kurze Blick auf die Website oder die Social-Media-Seite des Betriebs immer, bevor Sie losfahren.
Aktualisiert: 23. August 2026